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Wiesbaden als Stadt der Museen
Neben
einer weit zurückreichenden Stadtgeschichte
besitzt Wiesbaden eine ungewöhnlich reichhaltige
und vielfältige Museumslandschaft.
Die
Stadt beherbergt das Hessische Landesmuseum (das
ehemalige Städtische Museum) mit seinen bedeutenden
drei Abteilungen Kunst, Naturwissenschaft und Altertümer,
die in ihrer Gesamtheit als überregionale Sammlungen
des Nassauer Landes unbedingt erhalten und auch im
Interesse der Stadt ausgebaut und besser promotet werden
sollten.
Mit
der Nassauischen Touristikbahn, dem ESWE-Technikum
und dem Thermalmuseum besitzt Wiesbaden drei ausbaufähige
Technikmuseen denen weitere folgen könnten, z.B.
im Schlachthofwasserturm (u.a. Eisenbahngeschichte)
und im Wasserturm auf der Adolphshöhe.
Eine große Chance, die nicht durch Tatenlosigkeit
verspielt werden sollte, bietet die zur Zeit in Wiesbaden
untergebrachte Privatsammlung zur deutschen Fernsehgeschichte.
Als ehemalige Film- und Fernsehstadt bedeutet der Bau
eines "Deutschen Fernsehmuseums" in zentraler
Lage (Platz der deutschen Einheit?) eine enorme Attraktivitätssteigerung
im kulturellen Bereich, da dieser neu geschaffene Anziehungspunkt
eine weit überregional wirkende Ausstrahlung besitzen
würde. Die damit verbundene Kooperation mit dem
ZDF in Mainz würde ihr übriges dazu beitragen.
Ausbaufähig wäre auch das im Bergfried der
Sonnenberger Burg untergebrachte Burgmuseum, wobei
die Burg als solche, ebenso wie die Frauensteiner Burg,
verstärkt als touristische Sehenswürdigkeit
betrachtet werden sollte und dementsprechend besser
gepflegt und von störenden Einbauten (Müllbehälter
des Gaststättenpächters) befreit werden muß.
Nicht
zu vergessen sind die Gedenkstätte Unter
den Eichen, das Aktive Museum Spiegelgasse für
deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden und
die zahlreichen Heimatmuseen in den einzelnen Vororten.
Sie alle besitzen eine nicht zu unterschätzende
Bedeutung und sollten in ihren Aktivitäten verstärkt
unterstützt werden.
Seit
Jahrzehnten im musealen Bereich unbeachtet sind die
modernere militärische Geschichte des Wiesbadener
Raums (Fort Biehler, Flughafen Erbenheim usw.) und
die
Anwesenheit
amerikanischer Truppen.
Hier
existiert
ein großes
noch nicht genutztes Besucherpotential.
Zu
einer Landeshauptstadt gehört auch ein Stadtmuseum
in dem sich auswärtige Besucher und Einheimische
umfassend mit der Geschichte der Stadt beschäftigen
können. Aus ökologischen, organisatorischen und
Kostengründen
wäre dabei ein Anbau an das Hessische Landesmuseum
Wiesbaden oder die Erweiterung des jetzigen Domizils
in der Friedrichstraße der Vorzug vor einem Neubau
an der Wilhelmstraße neben der Dresdner Bank zu geben.
Unbedingt
notwendig und sinnvoll wäre eine Vernetzung,
Koordination und gemeinsame Werbung aller Wiesbadener
Museen bzw. musealer Einrichtungen.
Warum
gibt es für den (auswärtigen) Besucher
an zentralen Stellen und den Museen selber keine Faltblätter
mit Informationen (Öffnungszeiten etc.) zu den
verschiedenen Einrichtungen?
Warum
gibt es am europäischen Tag des Denkmals,
der in Wiesbaden nur äußerst halbherzig
durchgeführt wird, keine gemeinsamen Aktionen,
bzw. sind einzelne Museen überhaupt nicht geöffnet?
Wer städtische Zuschüsse erhält, muß an
diesem Tag auch öffnen!
Warum
finden sich für bedeutende Ausstellungen
im Hessischen Landesmuseum im Stadtgebiet so gut wie
keine Hinweise?
Hier
muß etwas geschehen!
© Bürgerbeirat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
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