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Wiesbaden als Stadt der Kur und
der Gesundheitsvorsorge
Die
traditionelle Kur unserer Großeltern ist
Vergangenheit. Heute gefragt sind Wellnessangebote
und Gesundheitsvorsorge.
Das medizinische Angebot Wiesbadens ist weit über
seine Region hinaus bekannt. Der Wellnessbereich ist
jedoch noch stark entwicklungsfähig. Die Wiesbadener
Thermalquellen sind gesundheitsfördernd und auch
sinnvoll hierfür einzusetzen. Ihr übernationaler
Werbeeffekt wird von den Verantwortlichen wohl nicht
erkannt und bei weitem nicht ausgeschöpft.
Die z. Zt. forcierte Bezeichnung Wiesbadens als „Beraterstadt" besitzt
eine äußerst negative Außenwirkung
und sollte schleunigst unterlassen werden.
Bei überregionalen Gesundheitsmessen, auch im
Ausland, sollte die Stadt vertreten sein und Werbung
für das außerordentliche Angebot medizinischer
Leistungen in der Landeshauptstadt Wiesbaden betreiben.
Wenn dieses Angebot durch einen geschickt gesteuerten
Wellnessbereich ausgebaut wird, kommt dies nicht nur
den in Wiesbaden angesiedelten Kliniken und Ärzten
zugute, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Wiesbaden.
Ärztekongresse sind dabei äußerst wichtige
Veranstaltungen und sollten verstärkt aquiriert
und umworben werden.
Gepaart
mit Pflegeprogrammen des Kaiser-Friedrich-Bades etc.
sollte ein Gesundheitsvorsorgeprogramm entwickelt
werden, in dessen Zentrum die Regeluntersuchung und
Diagnose verbunden mit einem verordneten kurähnlichen
Aufenthalt steht.
Unbedingt
notwendig wäre eine Verbesserung der
Infrastruktur im Kurgebiet Aukammtal, die, weit abgelegen
vom Stadtzentrum, bisher arg provinziell ist. Neben
gestalterischen Verbesserungen des Umfeldes, sollte
unbedingt mehr Gastronomie und ein Begegnungszentrum
mit den entsprechenden Einrichtungen geschaffen werden,
um auch den nur eingeschränkt Bewegungsfähigen
ein attraktives Umfeld zu bieten.
Weiterhin
sollte in den östlichen Vororten, die über
ein sehr großes und über Mainz hinausreichendes
Einzugsgebiet verfügen, ein neuer Schwimmbadkomplex
mit einem großen Wellnessresort angesiedelt werden.
Die vorgesehene Schließung des Hallenbades
an der Mainzer Straße (mit 50 m Bahn) führt
sonst zu einer starken Abwanderung der bisherigen Nutzer
in
die umliegenden
Städte und Gemeinden, da das Hallenbad Kleinfeldchen
und ein modernisiertes Kallebad hierfür keine
Alternativen sind.
© Bürgerbeirat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
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