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Grünflächen
Wiesbaden
zeichnet sich durch besonders qualitätsvolle Grün-
und Parkanlagen aus, ist die Großstadt im Grünen.
Am Fuße des Taunus gelegen und mit zahlreichen Alleen,
Parkanlagen und Gärten versehen bietet sich von den
umliegenden Höhen ein wunderbarer Anblick. Bei näherer
Betrachtung ist jedoch festzustellen, daß die
vorhandenen öffentlichen Grünflächen (incl. Straßenbegleitgrün)
sich vor allem im Sommer in einem katastrophalen
Zustand präsentieren und dementsprechend eine miserable
Außenwirkung besitzten. So sind z. B. auch die von
der Stadt Wiesbaden "gepflegten" Ehrengräber
auf den Friedhöfen häufig einzige Unkrautinseln.
Hier
besteht dringender Handlungsbedarf. Neben einer
Intensivierung der Pflege muß auch die Einhaltung
der bestehenden Parkordnung kontrolliert werden.

Wiesbaden,
Großstadt im Grünen
Neupflanzungen
in bestehenden historischen Parkanlagen erfolgen
häufig nach dem Gießkannenprinzip und nicht unter
gartenhistorischen Gesichtspunkten. Hier wären
Rücksprachen
mit Fachleuten angebracht. Die Pflanzenauswahl
des Straßenbegleitgrüns glänzt durch Phantasie-
und teilweise Konzeptlosigkeit.
Weiterhin
negativ fällt auf, daß Wiesbaden eine nahezu blumenlose
Stadt ist. Bestehende Pflanzflächen werden aus Kostengründen
in Rasenflächen umgewandelt (Sedanplatz,
Warmer Damm etc.), Pflanzschalen und -kübel
nicht mehr aufgestellt bzw. mit hohem Kostenaufwand
demontiert
(Biebrich), um die Pflegekosten einzusparen. Selbst
im Kurpark wird am notwendigen Grünschnitt gespart.
Dies ist nicht die Lösung.

Die
Sockelzone der Säulen des alten Kurhauses mit der
Inschrift für Christian Zais ist heute wegen mangelnder
Pflege völlig überwuchert
Das
Grünflächenamt sollte personell und finanziell
wieder wesentlich stärker berücksichtigt werden,
um die Außenwirkung Wiesbadens zu verbessern und
den Imageschaden zu beheben. In diesem Bereich ist
genug
gespart worden.

Die 1937 angelegten Herbert-Anlagen sind durch fehlerhafte
Stadtplanung in den 1970er Jahren zum Problemfall
geworden
Je
nach Gestaltung und Lage der Grünflächen, erheben
diese unterschiedliche Nutzungs- und Pflegeansprüche.
Nicht jede Grünfläche verträgt jede Nutzung. Dessen
sollten sich die Verantwortlichen bewußt sein.
So verträgt z. B. das Bowling Green entsprechend
des Ensembles nur einige herausragende Kulturveranstaltungen.
Massenveranstaltungen (Liveübertragungen von Sportereignissen,
Erntedankfest u. ä.) werten das Gelände ab und
haben dort nichts zu suchen! Es sollte auch angedacht
werden
das Theatrium wie früher wieder verstärkt auf öffentlichen
Straßen- und Wegflächen und nicht auf den Grünflächen
stattfinden zu lassen.

Das Bowling Green als heruntergekommene
Eventfläche
Weitere
Bilder vom Bowling Green
© Bürgerbeirat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
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